Von der kyklopischen Akropolis von Tiryns, dem Sitz des Königs Eurystheus, brach Herakles zu jeder seiner Arbeiten auf und kehrte hierher zurück, um seinen Sieg zu melden. In Tiryns wurden ihm die zwölf Arbeiten als Sühne auferlegt.
In den Sümpfen von Lerna lauerte die Lernaische Hydra, der für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue nachwuchsen. Mit Hilfe seines Neffen Iolaos, der jede Wunde ausbrannte, besiegte Herakles das Ungetüm und tauchte seine Pfeile in ihr Gift — die zweite Arbeit.
In den Wäldern rund um das antike Nemea hauste der Nemeische Löwe, ein Ungeheuer, das keine Waffe verwunden konnte. Herakles erwürgte ihn mit bloßen Händen und trug fortan sein Fell als Rüstung — die erste Arbeit.
Am Stymphalischen See hatten sich die Stymphalischen Vögel versammelt, Geschöpfe mit ehernen Federn, die Menschen zerfleischten. Herakles scheuchte sie mit bronzenen Klappern auf und erlegte sie im Flug mit seinen Pfeilen — die sechste Arbeit.
Ein ganzes Jahr lang jagte Herakles in den Bergen Achaias die Keryneiische Hirschkuh mit den goldenen Hörnern, ein der Artemis geheiligtes Tier. Er fing sie lebendig, ohne ihr Schaden zuzufügen — die dritte Arbeit.
In Elis reinigte Herakles an einem einzigen Tag die riesigen Ställe des Königs Augias, indem er die Flüsse Alpheios und Peneios hindurchleitete — die fünfte Arbeit. Zur Erinnerung an diesen Sieg soll er hier die Olympischen Spiele begründet haben.
Knossos, Palast des Königs Minos: auf Kreta bezwang Herakles den rasenden Kretischen Stier, der die Insel verwüstete — denselben Stier, der den Minotaurus des Labyrinths gezeugt hatte. Er brachte ihn lebend auf die Peloponnes — die siebte Arbeit.
Am Kap Tainaron, der südlichsten Spitze des griechischen Festlands, glaubte man, eine Höhle führe in die Unterwelt. Von hier stieg Herakles in den Hades hinab und brachte den dreiköpfigen Kerberos lebend zurück — die zwölfte und furchtbarste Arbeit.